Page 60 - Staleke Ausgabe 212, Winter 2018
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machen: Tiere haben ihren eigenen Kopf . Es gibt Tage, an denen sie sich zeigen, und Tage, an denen man sie nicht sieht . Häufig ist eher Letzteres der Fall . Atemberaubende Fo- tos wie aus dem Reisemagazin erfordern daher Glück und vor allem Geduld . Tipp: Ausfahrten mit erfahrenen Wildhütern zu den Tieren werden in Namibia „Game Drives“ genannt und an den meisten Campingplät- zen und Lodges angeboten . Je nachdem, wie viele Pirschfahr- ten man im Laufe einer Safari macht, kann sich das schnell im Portmonee bemerkbar machen . Daher lieber vorher besondere Game Drives aussu- chen und nicht am Anfang vor- eilig jede Tour mitmachen . Die verschiedenen Ziele der Route sollten vor dem Start der Safari feststehen . Als Ausgangspunkt empfiehlt sich Windhoek, die Hauptstadt Namibias . Von dort geht es wahlweise in den Sü- den, der mit roten Wüsten und riesigen Canyons Besucher be- geistert . Aber auch der Norden steht dem Süden in nichts nach und bietet raue Küsten wie die von Swakopmund . Die Stadt am Atlantik ist aufgrund der vielen Reliquien aus der deut- schen Kolonialzeit bekannt als das südlichste Nordseebad . Fischliebhaber kommen dort auf ihre Kosten . Empfehlens- werte Restaurants sind vor al- lem das „Jetty 1905“ und „The Tug“ . Einen Versuch wert ist de- finitiv der Kingklip, ein weißer
Tiefseefisch, der vorrangig an den felsigen Küsten Südafrikas gefangen wird . Beliebte Akti- vitäten in Swakopmund sind die sogenannte „Living Desert Tour“, bei der die kleinen tie- rischen Bewohner der Wüste im Mittelpunkt stehen (nichts für Menschen mit Schlangen- phobie) . Wer lieber das Adre- nalin in den Adern spürt, kann mit dem Quad über die Dünen brettern . In der benachbarten Hafenstadt Walvis Bay kann man außerdem eine Safari auf dem Wasser machen und Del- phine, Seelöwen und Pelikane beobachten – per Boot oder auch im Kayak . Der Weg nach Swakopmund führt durch die Namib Wüste vorbei am Sos- susvlei, einer von Sanddünen umschlossenen beigen Salz- Ton-Pfanne . Fitnessbegeisterte können die Dünen besteigen, die Aussicht entschädigt für die verschwitzten Klamotten und den anschließenden Muskelka- ter . Zu den wohl bekanntesten touristischen Zielen zählt der Etosha Nationalpark im Nor- den Namibias, ein etwa 22 .000 Quadratmeter großes Reservat, in dem vier der berühmten Big Five (Elefant, Nashorn, Leopard und Löwe mit Ausnahme des Büffels) beheimatet sind . Die meisten Tiere kann man zum Ende der Trockenzeit (Sep- tember/Oktober) oder zum Ende der Regenzeit (April/Mai) sehen, wenn Namibias sonst verborgene grüne Seite zum Vorschein kommt und riesige
Herden von Springböcken, Ku- dus und Gnus auf Wanderung gehen . Tipp: An den Wasserlö- chern „Olifantsbad“ und „Gems- bokviakte“ stehen die Chancen gut, Elefanten oder Löwen zu sehen . Wer sichergehen möch- te, schaut am besten einen Tag vorher in das Gästebuch, das in vielen Unterkünften am Infor- mationsschalter ausliegt . Darin halten Besucher fest, wann sie was wo gesehen haben . Auf- grund seiner Bekanntheit ist der Etosha Nationalpark ziem- lich überlaufen . Wer es lieber überschaubar mag, kann auch private Reservate ansteuern, die ebenfalls über einen gro- ßen Tierbestand verfügen . Nicht weit entfernt von Wind- hoek liegen beispielsweise die Okapuka Ranch oder das Erindi Private Game Reserve .
Wer anschließend an den Etos- ha Nationalpark weiter in den Norden vordringen möchte, kann kurz vor der Grenze zu Angola die Epupa Falls bestau- nen und die Kultur des dort lebenden Völkerstammes der Himba kennenlernen . Auf dem Rückweg ins Landesinnere ge- langt man in das Damaraland, wo man den wenigen noch verbleibenden Wüstenelefan- ten sehr nahe kommen kann . Die geführte Tour zu den Dick- häutern war einer meiner per- sönlichen Höhepunkte der Rei- se, wobei ich gestehen muss, dass ich eine Schwäche für die grauen Riesen habe und etwas voreingenommen war . Für Ge-
schichtsinteressierte und Hob- by-Geologen könnte außer- dem ein Abstecher in Namibias Süden interessant sein (auf dem Hin- oder Rückweg) . Die male- rische Hafenstadt Lüderitz war einst Dreh- und Angelpunkt für tausende Minenarbeiter, die dort im Sand nach Diaman- ten schürften . Heute erinnern die verlassenen „Geisterstäd- te“ rund um Lüderitz nur noch mit viel Fantasie an die Glanz- zeiten des Diamantenbooms . Dennoch: Die im Sand ver- sunkenen Häuser haben eine geheimnisvolle Atmosphäre, die sich nur schwer in Worte ausdrücken lässt . Namibia hat weitaus mehr als die oben ge- nannten Sehenswürdigkeiten zu bieten . Beeindruckende Er- lebnisse müssen nicht immer weit entfernt liegen . Das afri- kanische Land hat allerdings nicht nur schöne, sondern auch traurige Seiten . In Wind- hoek gibt es die Möglichkeit, das Armenviertel „Katutura“ zu besuchen und zu sehen wie die Menschen dort leben . Mittler- weile gibt es sogar geführte Bustouren nach Katutura, bei denen die Menschen das Elend durch die Fensterscheibe ver- folgen (meiner Ansicht nach eine sehr befremdliche Va- riante, denn Katutura ist kein Zoo!) . Wer hinter die Kulissen blickt, merkt schnell, was für eine positive Lebensfreude die Bewohner ausstrahlen, obwohl sie wenig zum Leben haben . Es ist allerdings nicht sicher, sich
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