Page 27 - Staleke Ausgabe 214, Sommer 2019
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Mit dem Weserlied beendete der Bundeschor mit den Sängern aller Vereine traditionell das musikalische Programm in der Uthleder Kirche.
UTHLEDE. Seit 130 Jahren besteht der Sängerbund des ehemaligen Amtes Hagen. Trotz schwindender Mitglie- derzahlen hält er sein tradi- tionelles Sängerfest immer noch aufrecht und zieht damit jedes Jahr zahlreiche Zuhörer zu dieser Veranstaltung. So war es auch am 28. April beim diesjährigen Sängerfest in der Uthleder Sankt-Nicolai-Kirche. Von den etwa zwanzig Ver- einen bei der Gründung 1889 sind jetzt nur noch die Män- nergesangvereine Aschwar- den, Kassebruch und Uthlede
Bundessängerfest 2019 in der Uthleder St.-Nicolai-Kirche
fünfzigjährige Mitgliedschaft geehrt. Henry Denker und Wil- ly Frank teilen sich außerdem seit 32 Jahren das Dirigenten- amt, und Jürgen Funke ist seit zwanzig Jahren Schriftführer. „Ihr beiden müsst das Ganze aufrecht erhalten“, hatte der frühere Chorleiter Lüder Lü- erssen dann Willy Frank und Henry Denker mit auf den Weg gegeben, als er aufhörte. Wie schon vor hundert Jahren, so beschloss der Bundeschor mit dem Hermann-Allmers Lied „Wo die Weser rauscht“ auch in diesem Jahr den musikali- schen Teil. Dankbarer Applaus des Publikums in der voll be- setzten Kirche zeigte allen Mit- wirkenden, dass es ihnen trotz rückläufiger Mitgliederzahlen wieder gelungen war, einen
Ehrungen für 50jährige Mitgliedschaft gab es vor der Kulisse des großen Bundes- chors. Unser Bild zeigt von links 2. Bundesvorsitzender Horst Böttcher, Jürgen Funke Harry Horning, Bundesvorsitzender Heinz Blendermann, Willy Frank, Henry Denker Gerhard Dubielzig und Bundesschriftführer Jürgen Roes.
übrig geblieben. So gestaltete dann auch der gemischte Chor „De Dieksänger“ aus Wersabe als Gastchor das Programm mit. Ausrichter des Festes war in diesem Jahr der Männerge- sangverein Kassebruch und damit auch dessen Chorleiter Peter Guth, in diesem Jahr Bun- desdirigent. Ein Santiano-Titel und auch „Der Löwe schläft
UNTER DER STALEKE
Frank Sinantra. Renate Steg- mann hatte sogar noch einen plattdeutschen Vers dazu ge- schrieben. Ganz auf Platt war das Lied „Dat Vörjohr“, das der Chorleiter Detlef Thiele selbst geschrieben hatte. Unter der Leitung von Henry Denker präsentierten die Aschwarde- ner mit „La Patorella“ von Vico Torriani und „Wo meine Sonne
Mit den Dieksängern auch Wersabe bereicherte auch ein gemischter Chor das musikalische Programm.
heut‘ Nacht“ erklangen vom Bundeschor zur Einstimmung. Mit „Siyahamba“ ging es afrika- nisch weiter mit den Solovor- trägen der Kassebrucher Sän- ger. „Die Blumen im Garten“ der Dieksänger entpuppten sich als der „Kleine grüne Kak- tus“. Ebenso hatte der deut- sche Titel „Mein Zuhause“ die Melodie von „My Way“ von
scheint“ von Harry Belafonte zwei bekannte Melodien, die sofort ins Ohr gingen.
„Der kreuzfidele Kupfer- schmied“, ein Klassiker aus der Kaffeehausmusik, bildete den Abschluss.
Bei den Uthledern teilten sich Henry Denker und Willy Frank die Stabführung. „Der kreuzfi- dele Kupferschmied“, ein Klas- siker aus der Kaffeehausmusik, bildete den Abschluss der Solo- vorträge. Durch das Programm führte Heinz Blendermann, der Präsident des Sängerbundes, der auch die Kulisse des Bun-
deschors für die Ehrung lang- jähriger Sangesbrüder nutzte. So wurden Henry Denker, Willy Frank, Jürgen Funke, Gerhard Dubielzig und Harry Horning, alle vom MGV Uthlede, für
Nachmittag mit einem unter- haltsamen Chorprogramm auf die Beine zu stellen. Eine ge- meinsame Kaffeetafel im Hei- mathaus bildete den Abschluss des Sängerfestes. s Otto Baur
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