Page 52 - Staleke Ausgabe 212, Winter 2018
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 Neue Belüfterplatten für den Umbau Klärwerk Sandstedt
rund 2,6 Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen“, erklärt Sonnenschein . In Sandstedt bedeutet das den Einbau eines größeren Rechens, größerer Pumpen sowie ein neues Be- triebsgebäude, das im Herbst auf siebzehn Pfählen gebaut wird . Durch den ständigen Be-
darf von 250 .000 auf 172 .000 Kilowattstunden pro Jahr sinken . Ein Teil der Investition wird durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt . Nach dem Abschluss aller Arbeiten im Sommer 2019 steigt die Leistungsfähigkeit
SANDSTEDT. „Wir sind voll im Plan“ erklärt der Regionalleiter Olaf Sonnenschein vom Olden- burgisch-Ostfriesischen Was- serverband (OOWV) zum Um- bau der Kläranlage Sandstedt . Aktuell werden neue Belüfter- platten auf dem Boden des Klärbeckens montiert . Mittels eines großen Mobilkrans wer- den die alten Belüfter aus und die neuen eingebaut . Darüber hinaus bohren Berufstaucher Löcher in den Boden des Be- lebungsbeckens um ein neues Rührwerk zu installieren . Schon bei der Annäherung an das Be- lebungsbecken steigt dem Be- sucher ein moderiger Geruch in die Nase . Das Becken hat einen Durchmesser von 40 Metern und nimmt die Abwässer der Gemeinde Hagen im Bremi- schen auf . „Wir führen die Um- bauarbeiten unter Normalbe- trieb aus“, erklärt Projektleiter Gerold Eiben den Arbeitsab- lauf mit Blick auf die Fäkalien, die teilweise oben auf dem Abwasser schwimmen . Für den Berufstaucher bedeutet das den Einstieg in die unge- klärten Abwässer der Gemein-
de . In vier Metern Tiefe bohrt der Profi mit einer hydrauli- schen Bohrmaschine Löcher zur Aufnahme des Rührwerkes in den Behälterboden . „Die Sicht unter Wasser ist gleich Null“ erklärt Thomas Hoch- strate, der für die Taucherfirma Wittmann aus Hamburg in die trübe Brühe steigt . Der Frank- furter taucht seit 12 Jahren für die Firma in Kläranlagen, Hä- fen und Tunnelbaustellen . So ist er es gewohnt, seine Arbeit mit einer Luftzufuhr von außen nur tastend zu erledigen . Den Ausstieg zur Pause unterstüt- zen ihn seine Kollegen die ihn schon an der Beckenwand mit einem Wasserstrahl von den Abwässern befreien . Bislang reinigte der OOWV das Abwas- ser der Region an den Stand- orten in Hagen und Sandstedt . Die Anlage in Hagen ist in die Jahre gekommen, so dass schon heute Schmutzwasser nach Sandstedt gepumpt wer- den muss . Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit haben erge- ben, dass sich die Zusammen- legung am Standort in Sand- stedt rechnet . „Wir investieren
Der Berufstaucher Thomas Hochstrate verlässt die braune Brühe des Belebungs- beckens zur Pause. Er bohrt unter Wasser Löcher für die Befestigung für ein neues Rührwerk zur Abwasserklärung. Mit Hilfe seiner Kollegen legt der Helmtaucher seine Ausrüstung nach dem Verlassen des Abwasserbelebungsbeckens ab.
C Andreas Palme
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trieb von Pumpen und Maschi- nen zählen Kläranlagen zu den größten Energieverbrauchern . Dies gilt beispielsweise für die Sauerstoffversorgung in den Belebungsbecken, in denen Bakterien Phosphat, Ammo- nium und Stickstoff abbauen . Durch eine effizientere Belüf- tungstechnik soll der Strombe-
der Kläranlage Sandstedt von derzeit 7 .000 auf rund 13 .000 Einwohnerwerte . Der Einwoh- nerwert ist eine Maßzahl für die Kapazität einer Kläranlage . Sie errechnet sich aus der Be- völkerungszahl und dem Maß der zusätzlichen Verschmut- zung durch Industrie und Ge- werbe . s Andreas Palme





















































































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