Page 58 - Staleke Ausgabe 201, Frühjahr 2016
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Gemälde Hohenwehrpohl
Maler Harry Palinski lebt nicht mehr und ist in Bad Bederkesa beerdigt, bekam Wiechmann heraus. Gemalt haben musste er das Bild nach einem Foto, denn die älteren Driftsether wissen, dass sie wohl noch als
rumgegangen, um mehr über die Geschichte dieses Bildes zu erfahren, doch zunächst ohne Erfolg. „Doch manchmal kommt ja etwas irgendwo her, wo man gar nicht mit rechnet, wie allein schon der Fund des Bildes“, sagt Wiechmann. So fand Hendrik Böttjer im Nach- lass seines Vaters, dem ehe- maligen Bürgermeister Willy Böttjer, das Originalfoto, nach dem das Bild gemalt worden war. Und er fand sogar noch eine Ausgabe der Staleke von 1970, auf der dieses Bild als Ti- telfoto zu sehen war. Andreas Wiechmann telefonierte noch einmal mit dem Sohn des Malers und erfuhr, dass sein Vater das Bild damals für das Hagener Rathaus gemalt hatte. „Wir haben damals in wechselnden Ausstellungen von Landschaftsbildern im Rathaus Künstler der Region gefördert“, erinnert sich der ehemalige Samtgemeindedi- rektor Peter Heß. Beim Wech- sel der Ausstellung muss es dann wohl über Umwege im Gartenschuppen gelandet sein. „Ich freue mich, dass das Bild jetzt wieder in neu- em Glanz erstrahlt, klebe aber nicht daran und würde es auch verkaufen oder sogar bei ei- nem guten Geschäft als Zuga- be weggeben“, sagt Andreas Wiechmann. Wenn jemand noch mehr über die Geschich- te weiß oder an dem Bild inte- ressiert ist, kann er sich gern bei ihm unter 0175 4043401 melden. s Otto Baur
DRIFTSETHE. Ein Ge- mälde vom Hohen- wehrspohl in Drifts- ethe steht nach einem
Dornröschenschlaf wieder im Ram- penlicht.
Landschaftsgärtner Andreas Wiechmann aus Offenwarder- moor hatte bei einem Kunden den Garten in Schuss gebracht und dabei auch das Garten- haus ausgeräumt. Dabei stieß er auf ein Stück Pappe, das irgendwo zur Abdichtung verwendet worden war. „Ich wollte es schon in der Mitte durchknicken, um es besser entsorgen zu können“, sagt Wiechmann, „glücklicherwei- se sah ich mir aber vorher noch die Rückseite an“. Dort befand sich ein Gemälde. Und weil er früher einmal in Driftsethe gewohnt hatte, erkannte er sofort den alten Löschteich – aber nur zur Hälfte. Beim wei- teren Aufräumen fand er auch den zweiten Teil. Die Kundin erzählte ihm, dass man dem Bild keine weitere Bedeu- tung beigemessen hatte und die Pappe beim Spritzen von Pflanzenschutzmitteln als Barriere benutzt hatte, um be- stimmte Flächen beim Sprit- zen zu schützen. „Man konnte noch genau die Stellen sehen, an denen das Pflanzenschutz- mittel heruntergelaufen war“, erinnert sich Wiechmann. Da es auf den Müll sollte, nahm er
es lieber mit und fand einen Restaurator, der die Flecken und den Schimmel entfernte,
Vor der Fläche des alten Löschteiches präsentiert Andreas Wiechmann das restauri- erte Gemälde. Der Teich ist längst zugeschüttet und die alten Häuser im Hintergrund durch neue ersetzt. Das Einzige, was noch an das alte Motiv erinnert, ist der krumme Baum rechts im Bild
der sich im Laufe der Jahre auf dem Bild breit gemacht hatte. Und das Wichtigste: Er setzte die beiden Teile wieder fachgerecht zusam-
Kinder mit ihren Schlittschu- hen auf diesem Teich gelau- fen sind, dass er aber schon vor über fünfzig Jahren zuge-
schüttet wurde. Die dargestellten Häu- ser sind abgerissen oder abgebrannt und längst durch neue er-
setzt. Nur der krumme Baum am rechten Bildrand steht noch heute und erinnert an alte Zeiten. Andreas Wiech- mann war schon mit dem Ge- mälde bei den Anwohner am Hohen Wehr und im Dorf he-
men, verstärkte die
Platte von hinten,
so dass alles gut zu- sammenhielt und
malte auch die Schnittstelle so über, dass die Geschichte des Bildes kaum noch zu se- hen ist. In der Geschichte hat Andreas Wiechmann parallel dazu recherchiert. Signiert ist es mit „Palinski 1979“. Der
Ausgabe der STALEKE von 1970
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E. K.
58 | FRÜHJAHR 2016
UNTER DER STALEKE


































































































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