Page 25 - Staleke Ausgabe 202, Sommer 2016
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Schulzucht
Der mangelhafte Schulraum, die Schülerzahl sowie die übermäßige Belastung der Kinder mit größtenteils un- verstandenem Memorierstoff, dessen Aneignung weder eine nennenswerte Erklärung noch ein sinngemäßer Vortrag erleichterte, und andere Ur- sachen machten eine scharfe Schulzucht unumgänglich nö- tig  Der Stock war dem Lehrer nicht minder unentbehrlich wie etwa dem Fuhrmann die Peit- sche; daß derselbe in der Hand roher oder jähzorniger Naturen jedoch jemals zu besonderen Klagen Anlaß gegeben hat, wird von der Fama nicht be- richtet  (Da hat man auch schon anderes gehört )
Die Zahl der Unterrichtsstun- den betrug täglich vormittags und nachmittags je 3, wöchentlich, da die Nachmittage am Mitt-
rade in Besitz hatte; besonders waren hier gang und gäbe: „Alte Bremer Münze“, „Neue Bremer Münze“ (von Hermann Rutenberg, Lehrer der Dom- schule zu Bremen), „Arithme- tischer Trichter“ von Johann Hemeling, „Arithmetisches Exempelbuch“ von Friedrich Krancke, Schulrechenbuch von J  Fr  Flickenschild, Hauptschul- lehrer in Saten, Rechenbuch von Hadeler  Da die Zahl der Rechenstunden wöchentlich 8 – 10 betrug und der von der modernen Pädagogik gefor- derte Massenunterricht besser begabten Köpfen kein Hemm- schuh war, waren die Leistun- gen bei fähigen Schülern oft dem Wissen und Können des mangelhaft vorgebildeten Leh- rers gleich, ja wohl gar überle- gen 
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woch und Sonnabend schulfrei waren, dem-
nach 30  Der Unter-
richt dauerte das ganze Jahr hindurch morgens von 8 – 11, nachmittags von 1 – 4 Uhr  Da man auf dem Lande immer viel Zeit hat, – einst wohl noch mehr als in der Jetztzeit – schob sich bei der großen Schülerzahl der Schulschluß oft oder gewöhn- lich um eine halbe Stunde wei- ter hinaus 
Schulbücher
Als von der Schule die drin- gendsten Forderungen des bürgerlichen Lebens berück- sichtigt wurden, wurden der Schreib- und der Rechenunter- richt als neue Unterrichtfächer aufgenommen; beide waren anfangs nur fakultativ, eine Beteiligung blieb also
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dem Belieben des ein-
zelnen überlassen 
Der Rechenunterricht,
mit Ausnahme des be- sonderen Kopfrech-
nens, war Einzelun-
terricht  Jeder Schüler brachte dasjenige Rechenbuch mit zur Schule, welches die Familie ge-
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SOMMER 2016 | 25
Der Stock war dem Lehrer nicht unent­ behrlich
Schreib­ und Rechenunter­ richt als neue Unterrichts­ fächer
Für den Deutschun- terricht dienten an- fänglich die für den Religionsunterricht verwandten Lehr- und Lernbücher zur
Erzielung der Lesefertigkeit, die, abgesehen vom Schreib- unterricht, fast das ausschließ- liche Ziel dieser Disziplin, war  Mit den Jahren wurde – für die hiesige Schule verhältnismäßig früh – als weiteres Lesebuch, ein Kinderfreund, eingeführt, den ich nach den mir gewor- denen dürftigen Mitteilungen leider nicht genauer als „Ber- liner Kinderfreund“ bezeichnen kann  Nach demselben diente als Schullesebuch „Lehren der Weisheit und Tugend in auser- lesenen Fabeln, Erzählungen, Liedern und Sprüchen“ von Dr  Karl Wagner  Mit dem Lese- und Schreibunterricht verban- den sich bald von selbst einige
Anweisungen für die Rechtschreibung, die damit den gramma- tischen Sprachunter- richt anbahnten  Soweit das Lesebuch durch die Auswahl
der Stücke Gelegenheit dazu bot, wurden nach und nach Geographie und Geschichte
Termine nach Vereinbarung


































































































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