Page 34 - Staleke Ausgabe 202, Sommer 2016
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Daniela Plugge und Martina Hägermann kümmern sich um 186 Asylanten
der Zahl der Asylanten hat auch die Anzahl der Herkunftsländer zugenommen Sie kommen aus Somalia, Eritrea, Syrien, Irak und sechs weiteren Ländern „Wir als Integrationsbeauftrag- te leisten in vielen Situationen Hilfe zur Selbsthilfe Die Asylan- ten werden zum Beispiel bei ihrem ersten Arztbesuch von uns begleitet Wir erklären ih- nen alles Wissenswerte, zeigen ihnen die Busverbindung und weisen sie auf Pünktlichkeit hin Die weiteren Arztbesuche sollen sie dann möglichst in Ei- geninitiative bewältigen“, ma- chen Plugge und Hägermann deutlich Jeden Mittwochnach- mittag ist die Teestube beim Verein Nestwerk von 15 30 bis 17 30 Uhr für alle Flüchtlinge geöffnet „Hier kommen in der Regel auch viele der ehren- amtlichen Helfer, unter ihnen mehrere Jugendliche aus der Hermann-Allmers-Schule“, be- richten die Frauen Ganz wich- tig seien ehrenamtliche Paten für die Asylanten Interessenten können mittwochs ab 15 30 Uhr in die Teestube kommen oder sich unter der Telefonnum- mer 04746/9178560 im Nest- werk-Büro melden „Ich freue ich sehr, dass es jetzt eine zwei- te Integrationsbeauftragte in der Gemeinde Hagen gibt Das ist ein großer Gewinn“, ist sich Daniela Plugge sicher s Ursula Heß
HAGEN. Daniela Plugge ist seit 2014 Integrati onsbeauftragte in der Gemeinde Hagen. Mit
Martina Hägermann hat sie Anfang März Verstärkung bekommen. Zuvor hat sich die 44Jährige ehrenamtlich bei der Flüchtlingsinitiative und in der Kleiderkammer engagiert.
„Die vielen Facetten der Flücht- lingsbetreuung interessieren mich sehr Als eine zweite In- tegrationsbeauftragte gesucht wurde, habe ich mich bewor- ben“, beschreibt die Hagene- rin ihre Motivation Sie ist ver- heiratet und hat zwei Töchter im Alter von 13 und 15 Jahren Beide Frauen sind bei der Ge- meinde Hagen angestellt und kümmern sich je 20 Stunden in der Woche um 186 Asylanten (Stand April 2016) Dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr haben sie feste Sprech- zeiten im Nestwerk-Büro am Amtsdamm 40 Die Asylanten wohnen
sind in 30 verschiedenen Woh- nungen untergebracht „Das ist ein Problem Wir können die Asylanten nicht mehr ständig besuchen Dafür sind es jetzt zu
Sehr viel Zeit nehme der „gan- ze Behördenkram“ in Anspruch Es seien oft sehr komplizierte Zusammenhänge und Zustän- digkeiten „Die Asylanten sind
nicht nur in Hagen, sondern auch in Lehnstedt, Hoope, Sandstedt, Rechten-
fleth und weiteren fünf Ort- schaften der Gemeinde Sie
Die Asylanten sind in 30 Wohnungen untergebracht
Mit Martina Hägermann (rechts) gibt es seit März eine zweite Integrationsbeauf- tragte in der Gemeinde Hagen. Zusammen mit Daniela Plugge (links) betreut sie 186 Flüchtlinge aus zehn Herkunftsländern
viele“, erklärt Daniela Plugge „Als ich meine Arbeit begon- nen habe, waren 50 Flüchtlinge
in sieben Wohnungen untergebracht Da war es auch mal möglich, in Ruhe eine Tasse Kaffee zusammen zu trinken und zu klönen
Das geht jetzt aus Zeitgründen nicht mehr “
mit dem Ausfüllen von Anträ- gen natürlich überfordert Sind die Angaben nicht korrekt, ist ein völliges Durcheinander vorprogrammiert Das dann zu entwirren, ist sehr zeitauf- wendig“, weiß Daniela Plugge aus Erfahrung „Die Flüchtlinge können mit allen Problemen zu uns kommen Rechtsberatung leisten wir allerdings nicht “ Mit
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