Page 39 - Staleke Ausgabe 212, Winter 2018
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eingenommen, auch das Amt Hagen mit der Börde Bramstedt und Osterstade . Die Carlsburg an der Geestemündung und Stade wehrten sich am längs- ten, aber am 12 . August 1676 unterschrieb Henrik Horn die Kapitulation . Die Welfen, also die Herzöge von Braun- schweig-Lüneburg, herrschten als Sieger drei Jahre lang im Herzogtum Bremen, die Müns- teraner im Herzogtum Verden . Dänemark bekam lediglich die kleine Insel Krautsand .
Damit war die Schwedenzeit im Amt Hagen unterbrochen, und die Sieger, die Herzöge Georg Wilhelm und Rudolf August von Braunschweig-Lüneberg „bestallten“ einen neuen Amt- mann .
zum Hagen“ vom 11 . April 1677 befindet sich im Niedersächsi- schen Landesarchiv- Standort Wolfenbüttel .
Darin werden wieder die Auf- gaben eines Verwaltungsbe- amten beschrieben, der hier Drost genannt wird, denn er stammte aus dem Adel:
u Eintreiben und möglichst Erhöhung aller Abgaben
u die Gerichtsbarkeit
u die Aufsicht über Kirchen,
Schulen und Deiche
u über Maße und Gewichte
u Polizei und Militär
Für diese verantwortungsvol- le Arbeit erhält der Drost als Gegenleistung ein Gehalt von 100 Reichsthalern und viele Pri- vilegien, z .B . „den halben bau im Uthleder Felde“, was Einkünfte von 20 Talern für ihn brach- te, ferner Kostgeld für einen Diener, das Landstück Papen- kamp zu seinem Gebrauch + 96 Scheffel Hafer nach Bremi- schem Maß, ebenso eine Weide für 6 Kühe beim Vorwerk Bruch . Für 2 Pferde stehen ihm Futter und auch das Geld für den Be- schlag zu . Für einen Amtschrei- ber, den er anstellen soll, erhält er 60 Reichsthaler . Auch soll er freie Feuerung aus den Hol- zungen des Amtes bekommen und Fisch für 3 Mahlzeiten wö- chentlich . Aus den Gärten an der Burg – ein Obst- und ein Küchengarten – darf er sich bedienen, und da er von Adel ist, darf er an den Jagden der Adligen, z .B . der von Wersebe in Meyenburg und Kassebruch teilnehmen .
Da die Amtsgebäude, das sind zu dieser Zeit die Burg und das danebenstehende Amtshaus aus der Rosenhane-Zeit, „ei- niger nothwendiger reparation bedorffen“, werden 60 Reichs- thaler bewilligt, damit der Drost überhaupt darin wohnen kann .
Der Drost Philipp Wilhelm Fried- rich von Langen hat diesen Pos- ten bekommen, weil er schon während des Krieges in unserer Gegend „gnädigst aufgetrage- ne Verrichtungen und allerhandt unterthänigst nützliche dienste“ geleistet hatte . Dazu gehörte
Die Kopie der Urkunde „Be- stallung für den Drost Philipp Wilhelm Friedrich von Langen
Eine zusätzliche Aufgabe, näm- lich die Inpektion der Feste Carlsburg an der Geeste (Bre- merhaven), bringen ihm noch einmal 50 Reichsthaler jährlich ein . Die Carlsburg war im Januar 1676 von den braunschweig-lü- neburgischen Treppen erobert und teilweise demoliert wor- den, weitere Schäden waren durch Hochwasser entstanden . Ein grundlegend neuer Aufbau gelang in der kurzen Dienstzeit des Drost von Langen nicht . Erst später unternahmen die Schwe- den weitere Versuche, aber auch letztlich ohne Erfolg, da ihre Macht zu sinken begann und die finanziellen Mittel dafür nicht mehr zur Verfügung standen .
sicher die Organisation der Ver- sorgung der kämpfenden Trup- pe und der eroberten Festung Carlsburg .
Doch 1679, im Frieden von Saint-Germain, gelangten die Provinzen Bremen und Verden durch massive französische Unterstützung an Schweden zurück, was die schwedische Zeit in der Elbe-Weser-Region noch einmal verlängerte und den Drost Philipp von Langen seinen Job kostete, den er nur zwei Jahre versehen hatte . Nun kam unter schwedischer Herr- schaft erneut Ehrenfried Richter als Amtmann zurück und blieb
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es noch bis 1692 . s Fortsetzung folgt
Jutta Siegmeyer
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