Page 10 - Staleke Ausgabe 202, Sommer 2016
P. 10
Unsere Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 800-1230 und 1500-1830 Bitte vereinbaren Sie einen Termin!
Dres. Gröngröft
Gut Hohenheide 27628 Uthlede
Flucht und Vertreibung
Tel: 04746 9496-0 Fax: 04746 949698
Das ist der Untertitel des Buches „Die Verjagten“ von Jan Maria Piskorski, einem polnischen Historiker, „Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“. Ich werde später noch aus diesem Buch zitieren. Beginnen möchte ich dieses Thema mit Berichten aus einem anderen Buch: Jeder kennt die Geschichte aus dem Matthäus Evangelium Von der Flucht des Joseph, seiner Frau Maria und des neugeborenen Knaben nach Ägypten wird dort er- zählt Was hatte sie zur Flucht getrieben? Herodes hatte die Tötung aller Neugeborenen an- geordnet, so meint es jedenfalls Matthäus gehört zu haben Ein zweiter Grund war möglicher- weise, dass Augustus
Ägypten, um dort sein Glück zu suchen Ägypten war damals, vor dreieinhalbtausend Jah- ren, ein blühendes und stabi- les Land Natürlich wanderte er nicht alleine in Sandalen und einem fleckigen Mantel Er war Chef eines Clans und man zog mit Familien, den Tieren und al- ler Habe in ein hoffentlich bes- seres Leben Und es war besser, denn als er von dort wieder auf- brach nach Kanaan, besaß er viele Herden, dazu Silber und Gold – so wird es in Genesis 12-24 berichtet
Und dann die Geschichte mit Joseph, der von seinen Brüdern ausgesetzt wurde und dann
info@tierarztpraxis-hohenheide.de www.tierarztpraxis-hohenheide.de
und
„Lebenszeit“
Tagespflege am Park
Parkstraße 3, 27628 Hagen im Bremischen
laden herzlich ein zum
Sommerfest und
Tag der offenen Tür
am Samstag, 13.8.2016 um 14.00 Uhr Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
10 | SOMMER 2016
UNTER DER STALEKE
nach Ägypten gelang- te, dort hochkam, zum Minister aufstieg, und dann seinen Vater Ja- kob und alle seine Brü- der, seinen gesamten
Clan also, nach Ägypten holte Heute heißt das „Familienzu- sammenführung“
Weshalb ist da sehr oft Ägyp- ten als Fluchtziel angegeben? Ägypten war ein reiches und geordnetes Land Da lebte man in relativem Wohlstand und vor allem in Sicherheit Da wollten sie alle hin, die Flüchtenden Der Joseph-Clan siedelte in Go- sen an und wuchs über viele Generationen zum Volk Israel Die Ägypter bedienten sich ih- rer als billige Arbeitskräfte, bis sie dann schließlich Moses aus diesem zur Hölle gewordenen Ägypten herausholte Und mit ihnen durch die Wüste floh Dann drangen sie gewaltsam in ein fremdes Territorium ein, kämpften gegen die Phönizier Denkt nur an die Geschichte von David und Goliath, in der David den Fürsten und Heer- führer der phönizischen Stadt Gal tötete Das alles wird im Al- ten Testament berichtet – die neuere Forschung belegt in- des, dass die semitischen Volks-
eine Volkszählung durchführen ließ, eine Schätzung, und das
hieß die Schätzung
des Vermögens und
der Steuer Flohen sie also nicht nur, um ihr gerade geborenes Kind zu retten, sondern auch um der Steuer zu entgehen? Wie dem auch sei, sie werden uns als Flüchtlinge geschildert
Einen anderen Bericht, der uns von Vertriebenen erzählt, le- sen wir ganz am Anfang des AT Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, hin- ter ihnen wurden die Grenzen geschlossen und schwer be- wacht Nun waren sie in der weitgehend glücklichen Lage, keine weiteren Menschen weit und breit anzutreffen So konnten sie grenzenlos um- herschweifen und sich den schönsten Platz als Wohnung nehmen Aber sie waren Ver- triebene
Dann gab es diesen Typen Abraham, der sich mit seinem Clan aus Ur in Chaldäa, das ist Mesopotamien, aufmach- te, und nach Kanaan zog Als sich dort die Versorgungslage verschlechterte, ging er nach
Heute heißt das „Familien zusammen führung“

