Page 17 - Staleke Ausgabe 202, Sommer 2016
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Unkrautbekämpfung mit kochendem Wasser
Außerdem werden auf der Oberfläche liegende Samen ab- getötet Carsten Dunker kommt noch einmal auf das Glyphosat zurück: „Das ist nur noch auf landwirtschaftlich genutzten Feldern erlaubt, aber nicht mehr auf gepflasterten Flächen und Wegen “ Davon haben be-
man durch den Schaumtep- pich wochenlang eine schmie- rige Fläche hat, der irrt Der löst sich nach einigen Minuten wieder auf, und auch die ersten Pflanzen werden dann schon welk Die volle Wirkung zeigt sich bei den meisten Pflanzen schon einen Tag später Auch Grabsteine und Fassaden lassen sich damit von Moos befreien Wegen der Chemie- freiheit ist das Verfahren von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zertifi- ziert und für landwirtschaft- liche Biobetriebe zugelassen Neben der Landwirtschaft mit Lohnarbeiten ist das Familien- unternehmen seit 2010 auch im Garten- und Landschafts- bau, der Friedhofspflege und anderen Dienstleistungen im Land-, Forst- und Gartenbe- reich tätig Die drei Dunkers ha- ben noch zwei Aushilfskräfte „Wir würden aber gern noch ei- nen Garten- und Landschafts- bauer einstellen“, sagt Carsten Dunker Wer mehr über die che- miefreie Unkrautbeseitigung und die Firma Schögehof-Ser- vice wissen möchte kann sich gern unter 0171/ 5511645 infor- mieren „Unsere Internetseite www schögehof-service de bringen wir gerade mit dem neuen Verfahren auf den ak- tuellen Stand“, sagt Christian Dunker s Otto Baur
UTHLEDE. „Kochendes Wasser statt Chemie“, mit dieser Methode rückt Carsten Dunker
aus Uthlede dem Unkraut zu Leibe. „Dieses Verfahren habe ich schon vor fünf Jahren auf einer Fachmes se in Eisenach kennen gelernt“, sagt Dunker, der mit seiner Frau Mary und seinem Sohn Christian die Firma SchögehofService betreibt. Seit An fang April wendet er nun als Erster im Raum Bremen – Bremerhaven dieses Verfahren an, bei dem er das Unkraut mit 97 Grad heißem Wasser besprüht. Ein zusätzlicher Schaumteppich auf Kokos und Maisbasis sorgt für eine Hitzeisolation und damit bessere Wirksamkeit.
Eine Investition in Höhe eines guten Mittelklassewagens hat Dunker für das mobile Gerät mit Wassertanks, Durchlauferhit- zer und einer leistungsstarken Wasserpumpe getätigt „Da- für kommen wir ganz
Eiweißmoleküle in der Pflanze und wirkt tief bis zum Vegeta- tionspunkt des Unkrauts
ohne Chemie aus“,
sagt Dunker, „und das erscheint mir in einer
Zeit wichtig, in der Ne- gativschlagzeilen über
das Pflanzenschutzmittel „Gly- phosat“ in aller Munde sind“ Das heiße Wasser zerstört die
Wir besprit zen auch das Kraut zwischen Büschen
Carsten Dunker bei der Arbeit
Mit einer Extra-Lanze lässt sich auch der Riesenbärklau, die so genannte Herku- lesstaude, wirksam bekämpfen „Wir be- spritzen aber auch das Kraut zwischen Büschen, denn diese wurzeln tief und werden vom heißen Wasser nicht beschä- digt“, ergänzt Mary Dunker
sonders die Kommunen viel, die dort dem Unkraut mechanisch, also mit Gartenwerkzeugen, zu Leibe rücken müssen Eine weitere Möglichkeit wäre das Abflammen Dass müsste man aber sechs- bis achtmal im Jahr machen, während man bei der Heißwassermethode mit drei Anwendungen auskommen dürfte Und wer vermutet, dass
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SOMMER 2016 | 17
C OTTO BAUR

